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Der Diebstahl von Galgos

Der Diebstahl von Galgos ist in der Welt der "galgueros" (Jäger, die Galgos besitzen) ein bedeutendes Problem.

Nach Polizeiberichten ist der Galgo die in Spanien am häufigsten gestohlene Hunderasse. Die spanische Polizei spricht von 1200 Galgo-Diebstählen im Jahr 1998, aber wir gehen davon aus, dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist und nur ca. 20 % der Gesamtzahl darstellt.

Im allgemeinen halten es die Jäger für unnütz, eine Diebstahlsanzeige bei der Polizei für einen Hund zu machen, den man sehr wahrscheinlich eh niemals wiederfinden wird. Darum bestehen wir darauf, dass die Hunde gekennzeichnet werden sollen, so dass ihr Besitzer sie im Falle eines Diebstahls wiederfinden kann.

Natürlich sind es nur die besten Rennhunde, die den Dieben in die Hände fallen, niemals die weniger erfolgreichen (diese werden eher ausgesetzt oder bei Scooby abgegeben). Darum gehen wir davon aus, dass es sich um eine organisierte, mafia-ähnliche Bande handelt die hinter den Hundediebstählen steckt da sie sehr gut informiert ist, welche Galgos es sich zu stehlen lohnt. Jeder in Spanien weiss, dass es abseits gelegene Schuppen gibt, wo gestohlene Rennhunde zum Kauf angeboten werden.

Es kommt sogar vor, dass Galgos während des Rennens gestohlen werden. Die Diebe verstecken sich entlang der Rennstrecke und fangen die Hunde, wenn sie an ihnen vorbeilaufen. Die Hunde werden dann mit Vollgas in einem Geländewagen abtransportiert, ein sehr gefährliches Unternehmen. Häufig sind es Zigeuner, die diese Art Kidnapping durchführen und einige Hunde dann an die Bauern verkaufen und andere für sich selbst zur Jagd behalten.

Nach Aussagen einiger Galguéros werden die Hunde mehrmals bis zur völligen Erschöpfung eingesetzt. Dann werden sie ausgesetzt oder Schlimmeres passiert. Und der Diebstahl anderer Hunde geht weiter.

Der Weg der gestohlenen Galgos ist bekannt. Von Kastillien und dem Ort wo wir uns befinden aus werden sie nach Süden, nach Madrid, Toledo und Andalusien transportiert. Die in Toledo gestohlenen Hunde gehen in den Norden, in Richtung Kastillien und die in Andalusien gestohlenen Tiere gehen in Richtung Extremadura und umgekehrt. Gerüchten zufolge ist es nicht auszuschliessen, dass einige Hunde über die Grenze gehen, aber das ist noch nicht bewiesen.

Bei Durchsicht unserer Website werden Sie feststellen, dass die Situation der Galgos sehr kompliziert ist und Lösungen schwer zu finden sind. Wir kennen die Geschichte des Galgo-Diebstahls durch die Aussagen von Galguéros. Da die Galgos nicht gekennzeichnet sind sind wir davon überzeugt, dass die gestohlenen Tiere ihren Besitzern nie zurückgegeben werden können. Wir berichten hier von einer in der Galgowelt kursierenden Geschichte. Dies ist die Methode, die Jäger, die einen gestohlenen Galgo besitzen, anwenden, um das Vertrauen des Hundes zu gewinnen, damit er nicht zu fliehen versucht. Der Hund wird zunächst 2 bis 3 Tage lang ohne Nahrung im Dunkeln eingesperrt. Dann lässt man ihn frei und flösst ihm Milch, vermischt mit dem Urin seines neuen Besitzers, ein. So akzeptiert der Hund den Menschen und sieht ihn als seinen neuen Herrn an.

Der Wahrheitsgehalt dieser Geschichte lässt sich nicht überprüfen, aber es ist sicher, dass die Nachlässigkeit der spanischen Behörden gegenüber bewaffneten Jägern, die einen gestohlenen Hund besitzen und gegen die Jagdregeln verstossen (z. B. indem sie tragende Hasen bzw. Muttertiere jagen) binnen kurzem eine Störung der öffentlichen Ordnung mit sich bringen wird.

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